Bewerbungsphase

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Kurzum, den staatlich anerkannten Beruf zum/zur Binnenschiffer/-in kann jeder ergreifen, der

  • einen Hauptschulabschluss hat,
  • die gesundheitlichen Kriterien erfüllt und
  • die passenden Charaktereigenschaften mitbringt.

Die Berufsausbildung zum Binnenschiffer dauert gemäß Ausbildungsordnung 36 Monate. Die Praxis „erfahren“ die Auszubildenden an Bord eines Schiffes, die theoretischen Ausbildungsinhalte vermittelt die Schifferberufsschule in drei Kursen mit je 12 bis 14 Wochen Blockunterricht.

In Deutschland gibt es zwei Schifferberufsschulen für Binnenschiffer:

Schiffer-Berufskolleg RHEIN
Bürgermeister-Wendel-Platz 1
47198 Duisburg

und

Berufsbildende Schulen des Landkreises Schönebeck
Magdeburger Straße 302
39218 Schönebeck

Im 1. Ausbildungsjahr ist die Unter-, im 2. Ausbildungsjahr die Mittel- und im 3. Ausbildungsjahr die Oberstufe zu absolvieren, d.h., einmal pro Jahr ist an einer Schifferberufsschule die Schulpflicht zu erfüllen.

Die Ausbildung endet schließlich nach dem dritten Ausbildungsjahr mit der bestandenen IHK-Abschlussprüfung. Nach der Lossprechung erhalten die ehemaligen Auszubildenden ihr Facharbeiterzeugnis, den Matrosen-/Bootsmannbrief.

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz kann nach diesen Informationen beginnen, wenn nicht schon durch ein Praktikum die ersten Sprossen auf der Karriereleiter genommen sind. Die Bewerbung muss an den potentiellen Ausbildungsbetrieb und/oder die Ausbildungsinitiative Binnenschifffahrt e. V. versendet werden.
Bevor sich jedoch eine Bewerbung, inklusive Anlagen, auf den Postweg macht, sollte alles noch mal gründlich geprüft werden. Ein fehlendes Zeugnis, eine fehlende Unterschrift oder unsaubere Unterlagen wären ärgerlich, denn derartige Flüchtigkeitsfehler können dazu führen, dass die Bewerbung im Auswahlverfahren aussortiert wird und somit eine Absage folgt. Also nochmals, ein gründlicher Check vor dem Weg in die Post kann eine Enttäuschung verhindern.

Übertriebene Panik vor dem betrieblichen Auswahlverfahren sollten dennoch Bewerber um einen Ausbildungsplatz nicht haben. Wichtig ist es zu wissen, worauf es in solchen Verfahren ankommt, um sich dann ganz gezielt vorzubereiten und sich von der Schokoladenseite zeigen zu können. Wenn das Auswahlverfahren positiv verläuft, ist mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch zu rechnen.

Die Frage, wie man sich im Vorstellungsgespräch am besten verhält, stellt sich nicht. Was man vermeiden und beachten sollte, kann mit einem einzigen Tipp kurz beantwortet werden: freundlich, höflich und aufgeschlossen heißt die einfache Devise in unseren Vorstellungsgesprächen.