Prüfungsphase

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„Rechtzeitig beginnen“ ist die Aussage, die Auszubildende von den betrieblichen Ausbildern und Berufsschullehrern immer wieder hören, wenn es um die Prüfungsvorbereitung geht. Im Grunde beginnt die Prüfungsvorbereitung bereits mit Beginn der Ausbildung. Von Anfang an vernünftige und vor allem vollständige Mitschriften zu machen, ist das A und O. Hierzu gehört genauso das ordnungsgemäße Führen des Bordbuches (Berichtheft). Im Grunde ist das schon die halbe Miete zur Erfüllung der Lernpflicht.
Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird während der ersten Hälfte der Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung durchgeführt. Sie gibt bereits Aufschluss über den Lernstand der erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse des Auszubildenden zum Zeitpunkt der Zwischenprüfung. Die Zwischenprüfung ist für jeden Auszubildenden ein Muss und stellt gleichzeitig eine Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung dar. Sie dient aber auch der „Erprobung des Ernstfalls“ und soll dem Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden rückspiegeln, wie der momentane Leistungsstand ist.

Jeder muss selbst wissen, wie viel Zeit er zum Lernen benötigt. Doch eine wichtige Regel zur Prüfungsvorbereitung ist: Lieber jeden Tag 30 Minuten konzentriert lernen, als an einem Tag über viele Stunden. So ist es leichter festzustellen, welche Ausbildungsinhalte unklar sind.

Wichtig ist es genauso, dass die Ausbildungsthemen, die einem am schwersten fallen, ganz oben auf der Lernliste stehen, damit auch Zeit für Wiederholungen bleibt. So ein Plan zur Prüfungsvorbereitung klingt vielleicht spießig, doch wenn die ersten Lerneinheiten erledigt und verstanden sind, steigert das auch die Motivation. Der empfundene Stress, den eine Prüfungsvorbereitung zwangsläufig mit sich bringt, wird durch strukturiertes Lernen deutlich gesenkt.

Die letzten zwei oder drei Tage vor der Abschlussprüfung sollten dann nicht mehr mit dem Lernen neuer Kapitel verbracht werden. Sinnvoller ist es vielmehr, alle bereits gelernten Themen zu wiederholen oder sich in einer Lern- und Arbeitsgruppe zu treffen und alles nochmals gemeinsam durchzusprechen.

Am Abend vor der Prüfung heißt es dann Ruhe bewahren! Ein kleiner Spaziergang, ein gutes Essen, rechtzeitig schlafen gehen ist sinnvoller, als noch bis tief in die Nacht etwas auswendig lernen zu wollen.
Sinn der Abschlussprüfung ist es, zu kontrollieren, ob der Prüfling alle Fertigkeiten und Kenntnisse zur Ausübung seines Berufes besitzt. Die Abschlussprüfung besteht aus der schriftlichen und praktischen Prüfung. Die Industrie- und Handelskammer Duisburg (IHK) gibt gerne Auskunft und Tipps zum Ablauf der Abschlussprüfung.